Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) förderte 2021-2024 fünf Projekte zur Umstiegsberatung von Menschen in der Prostitution – eines davon im Land Bremen.
Mit und für teilnehmende Frauen wurden realistische und nachhaltige Perspektiven zum eigenverantwortlichen Erwerb des Lebensunterhalts außerhalb der Prostitution entwickelt. Dafür erhielten sie individuelle und kontinuierliche Beratungs- und Unterstützungsangebote – neben Sprachkursen berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, Unterstützung in der Arbeitssuche und situationsbedingte Hilfen wie psychosoziale Unterstützung und Begleitung bei allen notwendigen Gängen.
Individuelle Lösungen für einen langfristig existenzsichernden Berufs- und Lebensweg waren angestrebt, die sich direkt an den Bedarfen der Teilnehmer*innen orientieren. In enger Kooperation mit verschiedenen Institutionen leisteten die Beratungsstellen in Bremen und Bremerhaven Beratung, Fortbildung und Prävention rund um das Thema Sexarbeit, auch um Diskriminierung und Vorurteilen gegenüber Sexarbeiter:innen entgegenzuwirken.
Das Bremer Projekt war als dreijähriges Bundesmodellprojekt angelegt und ist abgeschlossen. Es wurde im Stabsbereich Frauen bei der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz in Kooperation mit den Beratungsstellen „Nitribitt e.V." in Bremen und „Marie" von der AWO Bremerhaven durchgeführt.
Informationen vom BMFSFJ unter Praxisleitfaden Umstieg aus der Prostitution